RevOps · 8 Min · Leitfaden

RevOps Audit Checkliste: 12 Fragen für Scale-ups.

Bevor du ein RevOps-Team einstellst oder ein neues CRM einführst – diese zwölf Fragen zeigen, wo dein Umsatzprozess wirklich Geld verliert.

· Joanna Spruijt

Die meisten Scale-ups stellen einen RevOps-Head ein, bevor sie wissen, was RevOps in ihrem Kontext eigentlich lösen soll. Das Ergebnis: eine neue Person, die drei Monate lang aufräumt, was in Wahrheit ein Prozess- und kein Personalproblem ist. Ein Audit vor dem Hire spart in der Regel sechs Monate und ein sechsstelliges Gehalt.

1. Pipeline & Prognose

  1. Stimmt eure Pipeline-Definition zwischen Sales und Finance überein – Stage für Stage?
  2. Gibt es eine dokumentierte Regel, wann ein Deal in die Prognose einfließt und wann er sie verlässt?
  3. Wird die Forecast-Genauigkeit monatlich gemessen und nachgehalten – oder ist sie ein Bauchgefühl?

2. CRM-Datenhygiene

  1. Wie viele Deals haben kein Close-Datum, keine Amount, oder einen Owner, der nicht mehr im Unternehmen ist?
  2. Wie viele Kontakte tragen widersprüchliche Lifecycle-Stages (z. B. „MQL“ und „Customer“ gleichzeitig)?
  3. Wie viele aktive Deals hatten in den letzten 30 Tagen keinerlei Aktivität?

3. Attribution & Reporting

  1. Kann jede Person, die für einen Umsatz-KPI verantwortlich ist, die zugrunde liegende Definition in einem Satz erklären?
  2. Gibt es genau eine Version der Wahrheit für ARR, oder existieren drei Zahlen (Sales-Dashboard, Finance-Sheet, Board-Deck)?
  3. Sind die Marketing-Attribution-Regeln dokumentiert – oder leben sie im Kopf einer einzelnen Person?

4. Übergaben zwischen Teams

  1. Existiert ein dokumentierter SLA für die Übergabe Marketing → Sales (Zeit bis erster Kontakt, Definition eines qualifizierten Leads)?
  2. Existiert ein dokumentierter SLA für die Übergabe Sales → Customer Success (Onboarding-Start, Datenübergabe)?
  3. Werden diese SLAs gemessen – oder nur beim ersten Missverständnis diskutiert?
Ein RevOps-Problem, das mit einer neuen Automation gelöst werden soll, ist fast immer ein Prozess-Problem, das mit einer Definition beginnt.

So priorisierst du die Ergebnisse

Nach dem Audit landen die Findings in einer 2×2-Matrix aus Umsatzhebel und Umsetzungsaufwand. Alles im Feld „hoher Hebel, niedriger Aufwand“ wird in den ersten 30 Tagen umgesetzt – meistens sind das Definitionsarbeit, Owner-Zuweisung und drei bis fünf saubere Views im CRM. Erst danach wird über Automatisierung oder neue Tools gesprochen.

Wenn du diese Übung in deiner Organisation begleitet haben möchtest, ist der Operations Audit der passende Startpunkt. Wir schauen gemeinsam auf die zwölf Fragen, benennen die drei größten Baustellen und übergeben eine dokumentierte Roadmap.

Häufige Fragen

Was ist ein RevOps Audit?
Ein RevOps Audit ist eine strukturierte Prüfung der Umsatzprozesse – von Lead-Erfassung über Sales-Pipeline und Onboarding bis Renewal. Ziel ist es, Reibungspunkte, tote Automatisierungen und blinde KPIs sichtbar zu machen, bevor neue Tools oder Rollen eingeführt werden.
Wann lohnt sich ein RevOps Audit?
Sobald zwei oder mehr Teams (Marketing, Sales, CS) im selben CRM arbeiten und die Berichte nicht mehr zusammenpassen. Spätestens vor einer Series-A-Prüfung, einer HubSpot- oder Salesforce-Migration oder einem RevOps-Hire.
Wie lange dauert ein RevOps Audit?
Ein fokussiertes Audit dauert typischerweise zwei bis vier Wochen: eine Woche Datensichtung, ein bis zwei Wochen Interviews mit den Owner:innen, eine Woche Priorisierung und Roadmap.
Braucht ein RevOps Audit Zugang zu HubSpot oder Salesforce?
Ja, Read-only-Zugang reicht in den meisten Fällen. Zusätzlich helfen Zugriffe auf das Analytics-Tool, das Marketing-Automation-System und die wichtigsten Dashboards.

Nächster Schritt

20 Minuten. Operativer Status quo. Keine Verkaufspräsentation.

Wir sortieren die drei größten Reibungspunkte in deinem operativen Setup und benennen, was zuerst gelöst werden sollte.

Erstgespräch buchen →

Weiterlesen